Wochenende in Wissembourg

Überreste eines Wasserschlosses (Château d’eau)


Das Elsass liegt so nah, und wir sind viel zu selten dort. Das wollen wir ändern, vor allem nach diesem wunderschönen Wochenende in einem kleinen B&B bei Wissembourg. 

Sehr schön ist, dass Du in diesem Landstrich oft nie genau weißt, ob Du in Frankreich oder Deutschland bist. Gesprochen wird auf Deutsch, Französisch, Elsässisch, Pfälzisch,… – totales “Sprachgewirr” und sehr sympathisch. 


Zwei Wanderungen haben wir gemacht. Gestern sind wir von Steinseltz aus nach Cleebourg gelaufen, und über Rott in großem Bogen wieder zurück. Heute sind wir in Wissembourg gestartet, über Weiler, St. Germanshof (ab da wieder in der Pfalz), Ruine Guttenberg, Schweigen-Rechtenbach, zurück nach Wissembourg und damit nach Frankreich. 


Wissembourg liegt an der Lauter – ja, auch da gibt es eine Lauter. Die Stadt ist umgeben von Weinanbaugebieten und vor allem auch von vielen Obstbauern. Das hatte ich so nicht erwartet. Derzeit werden Mirabellen geerntet. Herrlich süße Früchte, die einen gewissen Suchtfaktor haben. Vielleicht weil es die bei uns so selten gibt?!



Apropos essen… – Alleine wegen der wundervollen Restaurants, Gaststätten, Cafés werden wir die Gegend häufiger besuchen. Es gibt noch viel zu entdecken. 

Entdeckt haben wir bereits die Winzergenossenschaft von Cleebourg. Heute war Tag der offenen Tür. Deshalb waren wir aber nicht dort. Wir sind gestern während unserer Wanderung im Hotel nebenan eingekehrt und hatten bereits “vorgekostet”. Heute haben wir das Verkosten noch mal intensiviert und eingekauft. 

Rundwanderung Schömberg – Burg Liebenzell – Schömberg


Nach einer netten Übernachtung im Hotel Koch, und nach einem tollen Frühstück (wirklich zu empfehlen!), fuhren wir heute nach Schömberg um von dort zu einer Wanderung zu starten.

Der Luftkurort Schömberg ist tatsächlich ein Ort zum tief Durchatmen, und der Nordschwarzwald eine Gegend, die dem geplagten Pendler im zersiedelten Ballungsraum unglaublich gut tut. 

Unsere heutige Wanderstrecke bot viel Abwechslung mit Wegen durch Wälder und entlang von Wiesen. Die Wiesen dufteten unglaublich intensiv nach Kräutern, ein echter Genuss.

Nicht Carnac, nicht Avebury – Schömberg! Vor etwa zwanzig Jahren wurden die Steine gestellt; eine Zusammenarbeit verschiedener Schulen und Organisationen. Nicht uralt, aber dennoch schön. 

Und dann – eine kleine private Sternewarte mitten im Nordschwarzwald…

An der Burg Liebenzell angekommen, konnten wir nicht widerstehen und sind auf den Turm gestiegen. Bad Liebenzell liegt uns zu Füßen.

Die wunderschönen Blumen am Wegesrand im Wald waren eine Wohltat für’s Auge.


Noch eine kulinarische Entdeckung – das Café Badhaus 1897. Unglaublich leckere Kuchen, unglaublich freundliches Personal, unglaublich tolle Lage an der Nagold,eine unglaublich schöne Location und jeden Wiederholungsbesuch wert.

Rundwanderung Oberreichenbach – Hirsau – Schweinbachtal Oberreichenbach


Wieder ein spontanes Wander-Wochenende in näherer Umgebung… Dieses Mal haben wir uns den Nordschwarzwald ausgesucht. Diese wundervolle Wandergegend hat zudem einige Überraschungen zu bieten. Mehr dazu unten und in einem späteren Blog.

Los ging’s mit unserer Wanderung gestern in Oberreichenbach, dann weiter über das Felsenmeer, erst mal nach Oberkollbach und durch das Kollbachtal.


Die Sonne ist endlich wieder da… 😊

Hirsau ist erreicht. Die Klosterruine liegt idyllisch im Tal, und das Hotel Kloster Hirsau lockt mit leckerem Kaffee und Kuchen. Oder was Herzhaftes gefällig?

Und dann durch das wunderschöne Schweinbachtal zurück. Das war eine Entdeckung für uns. Wir kannten es nicht. Nicht so überlaufen wie das Monbachtal, aber mindestens genauso schön. Wir überqueren den Schweinbach mehrfach – auf Holzbrücken und über Steine im Bach. Ich hätte Euch gerne das Geräusch des Plätscherns mit in den Blog gepackt. Klappt nicht – heißt also am besten selbst im Schweinbachtal wandern. 


Für den Abend hatten wir einen Tisch im Gasthaus Hirsch in Monakam reserviert. Eine Wahnsinns-Entdeckung!!! Andreas Sondej ist wahrlich ein Genuss-Handwerker – sein selbst gewählter Titel ist Programm. Seine Zutaten bezieht er vor allem rund um Monakam, die Familie hilft tatkräftig mit. Spitzengastronomie geht sehr gut zusammen mit familiär und ungezwungen. Das Menu schmeckte unglaublich lecker, die dazu bestellte Weinreise bot Einiges an Überraschung. Tolle Weine wurden ausgesucht. 

Ziel Schiller

Weizenfeld bei Affalterbach


Heute sind wir ab Winnenden durch das Buchenbachtal nach Marbach gewandert. Ein schönes Zwischenziel ist der Lemberg – höchste Erhebung der Gemeinde Ludwigsburg. 

Der idyllische Buchenbach


Auf dem Lemberg lockt der schöne Bier-Kultur-Garten “7 Eichen“; toller Ausblick inclusive. 



In Marbach dann passieren wir das sehr interessante Schiller Nationalmuseum, wo sich auch nett Kaffee trinken lässt.



Mini-Urlaub in der Pfalz

Pfälzer Schoppen vor der Hardenburg


Wir sind spontan von Samstag auf Sonntag in die Pfalz ausgebüchst. Es fühlt sich wie Urlaub an – es IST Urlaub. 🙂

Pfälzer Wald


Nach einer Woche Büroarbeit und Meetings und Blick auf den Computer-Bildschirm tut eine Wanderung durch den Pfälzer Wald richtig gut. Von Bad Dürkheim aus sind wir zur Hardenburg (nette Einkehr in der Lindenklause!) und zur Klosterruine Limburg (nette Einkehr in der Klosterschenke!) gewandert. Die sehr schönen Wege durch den Pfälzer Wald machen echt Spaß. Und dazu der Sinn der Pfälzer für gutes Essen – unterwegs oder in Dorf und Stadt… Was will man mehr?! 🙂

Die Hardenburg


Klosterruine Limburg


Skulptur in der Klosterruine Limburg


Untergekommen sind wir im Rebenhof am Petersbrunnen. “Die Müllers” sind sehr nette Gastgeber. Absolut eine Empfehlung! 

Wir lassen den Nachmittag nun ausklingen… – natürlich mit einem (hab ich eben “einem” geschrieben?! 😉 Glas Pfälzer Weißwein.

Wanderung Zuccarello – Castelvecchio di Rocca Barbena – Zuccarello


Kurz vor unserer Abreise wollten wir noch eine eher einfache, nicht allzu weite, Wanderung unternehmen. Nicht allzu weit war sie, “einfach” allerdings nicht immer. 🙂


Wir sind im Hinterland von Albenga gewandert – eines der Hauptanbaugebiete für Obst und Gemüse. In den Täler gedeihen die Pflanzen deshalb so gut, weil recht kontinuierlich ein feucht-warmes Klima herrscht. Wandern im Treibhaus also – schweißtreibend und nicht unanstrengend. 🙂

Tal der Neva:



Zudem waren einige Wege zugewuchert (Treibhausklima!), wenn auch durchgehend gut beschildert. Trittfestigkeit war ebenfalls notwendig, da einige Wege entlang von Abhängen eher sehr schmal sind und auch Furten zu durchqueren waren. Und zu guterletzt mussten wir durch einen recht frischen Erdrutsch einige Umwege gehen.



Aber auch diese Wanderung hat uns sehr gut gefallen. Zuccarello und Castelvecchio di Rocca Barbena sind zwei mittelalterliche Dörfer (Zuccarello im Tal (130m), Castelvecchio auf  einem Hügel (390m)), die sich rausgeputzt haben. Insbesondere Zuccarello bietet dank privater Investoren (aka Erwerbern von Ferienimmobilien 😉 aus den Großstädten Turin und Mailand inzwischen Einiges, um Touristen anzuziehen. Nicht nur das – in Erli sind uns “Aussteiger” und Kinder der “Flower-Power-Zeit” begegnet (Blumenkranz im Haar incl.). Weitgehend autarkes Leben im Hinterland von Ligurien – ein bisschen beneidet habe ich diese Menschen. 😉