16 summits + 1 | #2 Wasserkuppe 950,0 m (Hessen) 15.09.2017

Vergangenen Freitag sind wir von Poppenhausen aus auf die Wasserkuppe gestiegen. Kalt war’s, sehr windig und anfangs liefen wir auch in den Wolken. Die Sonne hat es dann aber doch noch geschafft. 

 

Fliegerdenkmal

Erster Zwischenstopp Pferdskopf – die Wasserkuppe noch in den Wolken

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Das ist der Gipfel ! | 16 Summits + 1 | Wieso? Weshalb? Warum?

Ja, wir sind nicht die Ersten, die sich die 16 summits vornehmen. Uns haben Freunde inspiriert (Danke an Euch dafür!). Zudem haben wir mehr und mehr Spaß am Ausloten unserer Grenzen beim Wandern. 

In meinem Blog werde ich immer berichten, wenn wir einen Gipfel erklommen haben. Zwei haben wir schon geschafft. Blog-Beitrag folgt.
Was nehmen wir uns vor? 

In zwölf Monaten möchten wir die höchste Erhebung eines jeden Bundeslands in Deutschland erwandern. 16 Bundesländer, also 16 Gipfel. Die Uhr läuft seit dem 26. August 2017! Drückt uns die Daumen, dass wir es schaffen. 🙂
Und warum 16 + 1?

Naja, ich bin Fränkin. Bekanntermaßen haben die Franken ein besonderes Verhältnis zu dem Bundesland, in dem sie wohnen. 😉 Ich schätze Bayern wirklich sehr, bin aber auch stolz auf meine fränkische Herkunft. Deshalb soll auch der Schneeberg mit auf unsere Liste.
Was sind denn die höchsten Gipfel der deutschen Bundesländer?

  • Baden-Württemberg: Feldberg 1493,0 m
  • Bayern: Zugspitze 2962,06 m
  • Berlin: Großer Müggelberg (höchste natürliche Erhebung) 114,8 m oder Erhebung der Arkenberge (aufgeschüttet) 122,0 m
  • Brandenburg: Kutschenberg 201 m
  • Bremen: Erhebung am Friedehorstpark 32,5 m
  • Hamburg: Hasselbrack 116,2 m
  • Hessen: Wasserkuppe 950,0 m
  • Mecklenburg-Vorpommern: Helpter Berge 179,2 m
  • Niedersachsen: Wurmberg 971,2 m
  • Nordrhein-Westfalen: Langenberg 843,2 m
  • Rheinland-Pfalz: Erbeskopf 816,32 m
  • Saarland: Dollberg 695,4 m
  • Sachsen: Fichtelberg 1214,8 m
  • Sachsen-Anhalt: Brocken 1141,2 m
  • Schleswig-Holstein: Bungsberg 167,4 m
  • Thüringen: Großer Beerberg 982,9 m
  • plus… Franken: Schneeberg 1051,0 m

Wanderung in Nordhessen

Melsunger Bartenwetzer


Mit Freunden waren wir am Samstag wandern. Danke an die Organisation, danke an den wundervollen gemeinsamen Tag! 


Von der schönen Fachwerk-Stadt Melsungen aus, ging es durch nordhessische Wälder nach Spangenberg. Uns begleiten auf dem Weg die Kunstwerke des Projekts ARS NATURA.

Fische im Wald?!

Ja, Fische im Wald…

Unser Zwischenziel bzw. Wendepunkt Spangenberg ist ebenfalls eine sehr schöne Stadt, die es leider Wanderern schwermacht, Geld dazulassen. Wir haben es letztlich bei dem sehr netten Besitzer des Eiscafé Grisafi geschafft und dort leckere Waffeln bekommen. Ist ein Tipp für den Zwischenstopp. 

Altes Rathaus auf dem Spangenberger Marktplatz


Parallel zum Liebenbach laufen wir zurück nach Melsungen und sind nach etwa 28 Kilometern wieder am Startpunkt.

Warum der Bach Liebenbach heißt, hat Ludwig Bechstein übrigens herzzerreißend beschrieben:

Nicht gar weit vom Meißnerberge liegt die Stadt Spangenberg, die hat ihren Namen von einem Berg, auf welchem eine Menge kleiner runder Steine gefunden werden, die alle von Natur ein Zeichen wie eine Spange auf sich haben. Ihr Trinkwasser erhält sie von einem Berge gegenüber. Einst wohnten, bevor die Stadt dieses trefflichen Wassers sich erfreute, zwei Liebende zu Spangenberg, deren gehoffter Verbindung die Eltern beiderseits streng entgegen waren. Da sie aber gar nicht voneinander ließen, so gab man ihnen auf, sie sollten ganz allein jene gute Quelle nach der Stadt leiten, dann sollte ihre Hochzeit sein. Sie begannen nun, die Liebenden, die schwere Arbeit, sie gruben den Bach, sie müheten sich lange Zeit, sie wurden alt darüber, aber sie liebten sich treulich fort und fort, und endlich gelang das große und schwere Werk, da war es vollbracht, und sie hatten nicht weniger als vierzig Jahre gegraben, und da war ein Glückwünschen um sie her, und wurden mit Kränzen geschmückt, mit Hochzeitskränzen; und da blickten sie einander an und weinten und sanken einander in die Arme und sanken tot zur Erde nieder. Darum heißt jener Bach, den sie mit treuen Händen gegraben, der Liebenbach.

Quelle: Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853

Der Main im Mittelpunkt

Während es gestern häufig nach Regen aussah, es aber trocken blieb, regnete es bereits vergangene Nacht nahezu durchgängig und auch während des Tages blieb es eher nass. Erst gegen Abend wurde es sonnig und trocken.

Ein guter Tag also zum Ausruhen und um eine interessante Ausstellung zu besuchen. Daher war heute das Knauf-Museum in Iphofen unser Ziel. Wir haben dort die sehr informative und gut gestaltete Ausstellung “Frühe Main-Geschichte – Archäologie am Fluss” gesehen. Ein Besuch lohnt sich unbedingt. 

  
Eine wirklich liebevoll und schön gestaltete Ausstellung…

Wanderung rund um Dettelbach

Neben dem Weinbau werden in der Gegend hier auch intensiv Mais und Zuckerrüben angebaut. Auf einer Runde um Dettelbach herum sind wir gestern über durch Weinberge, Felder und Wiesen gelaufen und haben den stürmischen Wind genossen.
Dettelbach ist ein netter Ort am Main mit einer wunderschönen kleinen Altstadt, und einem tollen Café, das gleich mehrere Filialen in Dettelbach hat: Café Kehl. Unbedingt hingehen!

 
Neben leckeren wagenradgrossen Obstkuchen (“Plotz’n”), entsteht in der Backstube des Cafés die Spezialität des Ortes: Muskatzinchen. Muss man probiert haben und schmecken nach Mehr.

Dunkle Wolken über der Mainschleife

Wallfahrtskirchen sind nicht unbedingt mein Ding. Die in Dettelbach hat aber unmittelbaren Bezug zu meiner Heimatstadt. Die wundersame Heilung des Tagelöhners aus “Nikolaus Lemmer von Melkendorf in Oberfranken” war der Grund für die Errichtung dieser Wallfahrtskirche – so die Erzählung auf einer Tafel in der Kirche. Interessant…

 

Von Iphofen nach Kitzingen


Los ging unser Wandertag mit einem Sprint… Wir wollten unbedingt den Bus von Kitzingen nach Iphofen erwischen. Es wurde knapp, aber wir fanden auf Anhieb einen kostenlosen Parkplatz am Kitzinger Bahnhof und den Bus haben wir mit einem beherzten Sprint auch noch geschnappt. Hechel! 😅

Erst mal sind wir durch’s schöne Iphofen geschlendert. Rausgeputzt ist das Städtchen – wunderschön. 

Der Eulenturm als Teil der Iphöfer Stadtmauer

Iphofen am Rathaus

Gaststätte “Zur Iphöfer Kammer”

Danach wanderten wir ein kurzes Stück den Steigerwald Panoramaweg entlang, über den Schwanberg nach Rödelsee. 
Rödelsee – Heimat eines der größten jüdischen Friedhöfe Deutschlands. Ich war tief beeindruckt von der Größe des Friedhofs und von den vielen noch vorhandenen Grabsteinen. Leider kann man den Friedhof nicht direkt betreten. Ein Gang entlang der Mauer, die den Friedhof umgibt, gibt eindrucksvoll wieder, welche Fläche hier (188,30ar) eingenommen wird. 1430 erstmals erwähnt, handelt es sich also auch um einen sehr alten jüdischen Begräbnisort.

Rekonstruktion der alten Tahara mit Davidstern auf dem Dach

Friedhofgelände bei Rödelsee

Nach dem Besuch des jüdischen Friedhofs, nach Verarbeitung der Eindrücke, hat uns in Rödelsee der Hunger gepackt unD wir sind im “Löwenhof” eingekehrt. Sehr zu empfehlen, der Gasthof! Rödelsee ist zudem Sitz vieler guter Winzer. Ein Besuch lohnt sich also immer. 

 

Rödelseer Schoppenfetzer


Über Fröhstockheim ging es dann zurück nach Kitzingen. In Fröhstockheim beeindruckt das dortige Schloss, einst in Besitz der Familie von Crailsheim

Schloss in Fröhstockheim