Wanderung Zuccarello – Castelvecchio di Rocca Barbena – Zuccarello


Kurz vor unserer Abreise wollten wir noch eine eher einfache, nicht allzu weite, Wanderung unternehmen. Nicht allzu weit war sie, “einfach” allerdings nicht immer. 🙂


Wir sind im Hinterland von Albenga gewandert – eines der Hauptanbaugebiete für Obst und Gemüse. In den Täler gedeihen die Pflanzen deshalb so gut, weil recht kontinuierlich ein feucht-warmes Klima herrscht. Wandern im Treibhaus also – schweißtreibend und nicht unanstrengend. 🙂

Tal der Neva:



Zudem waren einige Wege zugewuchert (Treibhausklima!), wenn auch durchgehend gut beschildert. Trittfestigkeit war ebenfalls notwendig, da einige Wege entlang von Abhängen eher sehr schmal sind und auch Furten zu durchqueren waren. Und zu guterletzt mussten wir durch einen recht frischen Erdrutsch einige Umwege gehen.



Aber auch diese Wanderung hat uns sehr gut gefallen. Zuccarello und Castelvecchio di Rocca Barbena sind zwei mittelalterliche Dörfer (Zuccarello im Tal (130m), Castelvecchio auf  einem Hügel (390m)), die sich rausgeputzt haben. Insbesondere Zuccarello bietet dank privater Investoren (aka Erwerbern von Ferienimmobilien 😉 aus den Großstädten Turin und Mailand inzwischen Einiges, um Touristen anzuziehen. Nicht nur das – in Erli sind uns “Aussteiger” und Kinder der “Flower-Power-Zeit” begegnet (Blumenkranz im Haar incl.). Weitgehend autarkes Leben im Hinterland von Ligurien – ein bisschen beneidet habe ich diese Menschen. 😉

Albenga


Albenga ist ein gar nicht so kleines Städtchen (24.000 Einwohner), dass uns gleich beim ersten Besuch am Sonntag gefallen hat. Wir wollten unbedingt noch mal an einem stinknormalen Wochentag hin. Das haben wir heute Vormittag gemacht. Sehr schöne kleine und größere Plätze, viele unterschiedliche Läden, Caffés, Lokale, und dabei ein munteres Treiben. Toller Vormittag! 

Sehr interessant in Albenga ist das Battistero – die Taufkirche aus dem 5. Jahrhundert. Sie liegt fast 2 Meter unter dem heutigen Straßenniveau der Stadt und ist außen zehneckig, innen achteckig. Innen besonders sehenswert auch die byzantinischen Mosaiken.


Ach, und Ihr habt Lust auf cream tea an der Küste Liguriens?! Auch das bekommt Ihr hier. Vero!! 

Wanderung von Albenga nach Alassio


Warum in Albenga über den Gehsteigen teils Schirme zwischen den hohen Linden und den Caffés und Läden hängen – wir wissen es nicht. 😉 Aber es sieht toll aus. Albenga ist überhaupt ein sehr nettes Städtchen und mit Sicherheit einen zweiten Besuch wert. Geschlechtertürme, Cattedrale, Battistero,… und die tollen Gassen laden zum Bummeln und Staunen. 

Erst mal also mit Cappuccino und Hörnchen stärken, um dann über die alte Römerstrasse Via Julia Augusta nach Alassio zu wandern. Heiß war es, sehr heiß. Und wir mussten aufgrund eines Erdrutsches einen Umweg gehen, der uns hoch hinauf führte und ein paar Kilometer extra bescherte. Das war es wert! Tolle Ausblicke, tolle Gerüche der mediterranen Büsche und Bäume.


Mit dem Zug ging es dann zurück nach Albenga.