Der Harz – Was sonst noch zu berichten ist…

Der Harz neben Brocken, HSB und Wurmberg. Was ist uns noch aufgefallen?

Die steilste Straße des Harzes befindet sich in Sankt Andreasberg mit 22% Steigung! Wow!

Schon mal in einer Kirche das Abendessen eingenommen? Die Kleine Kapelle in Sankt Andreasberg bietet eine kleine aber feine Speisekarte für Veggie-Fans. Das eigentliche Wow-Erlebnis bietet allerdings das Innere des kleinen ehemaligen Kirchleins. Dazu lief Udo Jürgens. 😉

Hexen? Hexen sind uns nicht begegnet. Sie haben aber offensichtlich ihre eigenen Wegweiser, um zu verhindern, dass sie sich nicht verfliegen.

Wernigerode hat uns sehr gut gefallen.

Aufgefallen sind uns allerdings auch viele viele Verbotsschilder. Wie das zustandekommt, wissen wir nicht. Wir wissen nur, solche Schilder gefallen uns besser 😃👍🏻:

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Triora und Molini di Triora im Valle Argentina

Das Valle Argentina hat Nichts mit dem Land Argentinien zu tun. Das fruchtbare Tal des Flusses Argentina liegt ein Stück östlich von Sanremo und ist Anbaugebiet für die hier meist geerntete Taggiasca-Olive und andere Obst- und Baumfruchtarten. Bei der Fahrt durch das Tal stößt man immer wieder auf reizende kleine Dörfer. Zwei seien hier vorgestellt.

Triora liegt auf 765m Höhe und gilt als Hexendorf. Tatsächlich hatte hier die Inquisition voll zugeschlagen, und viele Frauen wurden als Hexen (ital.: streghe) verbrannt. Das schöne Dorf, mit tollen verwinkelten Gassen und Gängen, holt aus der düsteren Geschichte Positives hervor. Es gibt heutzutage Läden mit allerlei “Hexenzauber”, Hexenfiguren, Hexenkostümen, … . Und natürlich ein Museum, in dem unter anderem über die Historie informiert wird. 

Derzeit findet auch in Triora ein Fest zu Ehren von San Giovanni statt, und die ganze Stadt ist bevölkert mit sehr netten Hexen, Zauberern, Falknern.


Auf einem kleinen Platz im Zentrum wird mittelalterliche Musik live dargeboten. Um Mitternacht wird ein kleiner Scheiterhaufen angezündet, oder doch ein Johannis-Feuer? 🙂

Nach unserer Wanderung gestern nutzten wir auf dem Fest die Gelegenheit von dem leckeren Brot aus Triora zu probieren. Eine örtliche Bäckerei macht sich verdient um den Ort und bäckt wirklich köstliches Brot, das inzwischen in der gesamten Region bekannt und beliebt ist. Wir haben uns für ein panino belegt mit frischen Tomaten, Basilikum und Olivenöl entschieden. War das lecker! Panino als Verkleinerung ist allerdings eine maßlose Untertreibung. Die Scheiben waren ordentlich groß! 

Weil Essen und Genuss in Italien erfreulicherweise einen hohen Stellenwert haben, sei noch erwähnt, dass sich Triora Pilze, insbesondere Waldpilze wie Steinpilze, zum Markenzeichen gemacht hat. Jährlich findet eine Festa del Fungo statt. 

Molini di Triora hat sich unverkennbar Schnecken (ital.: lumache) zum Markenzeichen gemacht. Zunächst Plage, dann die Idee, die Dinger in die Pfanne zu werfen und gewinnbringend zu vermarkten. Lumache sind eine Spezialität in Ligurien. Mein Ding ist das nicht ;-), aber nett anzusehen sind die Schilder und Wandbemalungen im Ort. 


Warum hier Räder im Brunnen verbaut sind, erschließt sich uns nicht. Egal, lustig ist es. 😉