Una serata perfetta – Fantastische Fischküche bei “km 0”

“km 0” steht hier für lokale Produkte und Gerichte. Ein sehr guter Begriff, wie wir finden.

Wer fantastische Fischküche “km 0” erleben möchte, der sollte beim Agriturismo Collarina zwischen Imperia und San Lorenzo essen gehen.

Anmelden vorher ist unbedingt notwendig. Man wird gefragt, ob man ein Fisch- oder Fleischmenu essen möchte. Wir entscheiden uns gerne für Fisch…

Die Terrasse auf der gegessen wird, bietet einen perfekten Blick aufs Meer. Der wird nur noch getoppt durch das wundervolle Essen, zubereitet von Franco und seiner Frau. Sie sind äußerst herzliche Gastgeber.


Unter der Woche und außerhalb der Hauptferienzeit wurde gestern nur für uns aufgekocht! Wow! Was auf den Tisch kam bestand aus Zutaten, die entweder selbst produziert wurden (Obst und Gemüse) oder die quasi vor der Haustür nachhaltig gefangen wurden (Fisch). Und alles hausgemacht. “Hausmannskost”, meist abgerundet mit tollem ligurischen Olivenöl.

Als Antipasti gab es nacheinander crostini mit Krabben und den in Ligurien typischen Zucchini (lang, dünn, hell) – gefüllte Anchovis – Miesmuscheln im Wein-Sud – Stockfisch mit Kartoffeln und Kräutern (lauwarm). Alles zum Niederknien!

Als primo gab es Spaghetti mit Thunfisch- und Tomatensauce. Gigantisch!

Als secondo frisch vom Grill und nacheinander: eine Dorade für jeden – Thun-Medaillons mit Tropea-Zwiebeln (die schmecken süß) – Gambas frisch. Dazu “einfach” frische Tomaten in Öl mariniert. Alles äußerst hervorragend! 

Als Dessert wurde serviert ein Sorbet von hauseigenen Mandarinen. Die Geschmacksexplosion schlechthin. Purer Fruchtgeschmack, erfrischend herbe Note inklusive. 

Dazu gab es tollen spritzigen Weißwein, der das Menü perfekt abrundete.



Im Grunde ist der Genuss unbeschreiblich, so sehr ich mich bemühe. Geht selbst hin! Es lohnt sich! 😃

Wanderung Dolcedo – Molini di Prelà – Valloria – Santa Marta – Dolcedo


Wieder eine tolle Rundwanderung! Die Täler von Imperia sind Täler, in denen quasi “Milch und Honig fließen”, oder vielmehr Ölbäume und Obstbäume in aller Pracht wachsen, gedeihen und Früchte tragen. 

Nach einem Frühstück in Dolcedo (80m) mit Cappuccino und Brioche ging es los. 

Erstes Ziel war Molino di Prelà. Auch so ein netter Ort mit entspannter Atmosphäre. Über eine alte Brücke, den Ponte Ca’Sottane, geht es in den Ort.

Dann weiter hinauf auf 345m zum Dorf Valloria. Aus der Not, ein aussterbendes und verfallendes Dorf attraktiver zu machen, entstand die Idee der “Bunten Türen”. Seit 1994 werden im Juli regelmäßig Künstler eingeladen, Türen zu verschönern. Spannend der Gang durchs heutige Dorf. Hier nur ein paar wenige Beispiele:




Über das kleine Kirchlein Santuario della Madonna del Piano – mit herrlichem Blick ins Tal und aufs Meer…


…wandern wir weiter zum höchsten Punkt der Wanderung auf 695m Höhe, der kleinen Kirche Santa Marta. Inzwischen sieht es nach Gewitter aus. Es kam aber nie an. 🙂


Durch das Tal des Aquasanta-Bachs wandern wir zurück nach Dolcedo, wo wir uns glücklich erst mal ein Eis gönnen. 

Ongelia bei Nacht

Gestern Abend waren wir noch Pizzaessen in Oneglia am Hafen. Sehr fein und hat Spaß gemacht. Unser Weg nach Hause, durch die Olivenhaine Lucinascos, war ebenfalls bezaubernd. Es glitzerte überall, weil wahnsinnig viele Glühwürmchen unterwegs sind. Zauberhaft.

Oneglia gilt als nicht besonders schöne Stadt. Ich finde, dieser Teil Imperias hat durchaus auch schöne Ecken. Hier ein paar Bilder von gestern Abend…



Fischgerichte vom Feinsten im Chez Braccioforte


Am vergangen Freitag Abend haben wir uns mit einem leckeren Fischmenu im Chez Braccioforte direkt am Hafenbecken Oneglias verwöhnt.

Sehr stilvoll, sehr freundlich und mit sehr viel Herzlichkeit wird beraten und gekocht. Bereits in fünfter Generation betrieben, wird das Restaurant offensichtlich als Fischlokal über Oneglia hinaus geschätzt. Der Besitzer ist ein echter Schatz, immer darauf bedacht, dass seine Gäste sich wohlfühlen und zufrieden das Lokal verlassen. Die Speisekarte auf Papier ist im Grunde nicht notwendig; die bespricht der Besitzer persönlich mit jedem Gast. Insbesondere bei den Secondi wird eher die Zubereitungsart gewählt und der passende Fisch dazu aus dem “catch of the day” empfohlen und ausgewählt. 

Als Vorspeise (Antipasto) gab es die Empfehlung des Tages – frisch gefangener weißer Thun auf marinierten Tomaten mit Ruccola-Pesto. Der Fisch war butterweich, Tomaten und Pesto herrlich würzig.

Als Primi Piatti wählten wir zum einen hausgemachte Gnocchi (die sind auf der Zunge zergangen) mit einem Kräutersugo, Venusmuscheln und Miesmuscheln. Zum anderen gab es Linguine mit Scampi, Gemüsesugo und frischem grünen Spargel. Es klingt Alles so lecker wie es schmeckte! 

Die “Hauptrolle”, die Secondi waren dann der Hammer. Es gab Dorade mit einer würzigen Weißwein-Kräuter-Olivenöl- Sauce, dazu Gemüse in Olivenöl geschwenkt. Und es gab Red Snapper gebraten und in einem tollen Tomaten-Oliven-Kapern-Basilikum-Sugo. Beide Gerichte beinhalteten irgendwie das, was Ligurien bisher für uns kulinarisch ausmacht. Ein Traum! 

Für den Nachtisch hatten wir dann leider keinen Platz mehr im Magen. 🙂 Aber wir sind satt und zufrieden dann noch über das derzeit in Oneglia stattfindende Fest zu Ehren San Giovannis entlang des Hafens geschlendert. (Johannisfeuer und -Feste kennen wir ja bei uns auch.)

Spaziergang durch Imperia


Imperia besteht aus zwei Teilorten – Oneglia und Porto Maurizio. In Sachen Stadtbild hat Porto Maurizio deutlich mehr zu bieten. Allerdings lohnt in Oneglia durchaus ein Bummel entlang der Hafenpromenade.

In der Altstadt von Porto Maurizio, vor allem durch das alte Stadtviertel Parasio, führt uns ein toll beschilderter und beschriebener Rundgang vorbei an Palazzi und Wohnbauten. Es macht Spaß einfach durchzuschlendern. Und von vielen Stellen aus haben wir herrliche Ausblicke auf das Umland oder den Hafen bzw. das Meer.



Fluchtweg innerhalb der Stadtmauer: