Wanderung – Von Verdaggia auf den Monte Saccarello und zurück


Darf ich vorstellen – die Seealpen / Alpi marritime/ Alpes maritimes! Dieser Blick war unser Ziel. Wir wollten auf dem “Dach Liguriens” ins Piemont und nach Frankreich sehen.

Sehr heiss war es gestern – weder auf den Trubel einer Stadt, noch auf den entlang der Küsten und Strände hatten wir Lust. Also rauf auf den höchsten Berg Liguriens, den Monte Saccarello (2200m). 

14 km Wanderstrecke klingt nach gar nicht so viel. 😉 Aber es galt über 1000 Höhenmeter zu überwinden, und davor hatten wir tierischen Respekt. So viele Höhenmeter hatten wir uns noch nie vorgenommen. 

Und wir haben es geschafft! Und wie! Spaß hat es gemacht, auch wenn es sehr anstrengend war, insbesondere der Abstieg. Belohnt wurden wir durch die oben erwähnten wundervollen und beeindruckenden Ausblicke und wieder die farbenprächtige Pflanzenwelt am Wegesrand. 

Los ging es in Valdeggia, einem kleinen Bergort auf 1097 m Höhe. Immer wieder passieren wir auf unserem Weg verfallene Häuser. Hat seinen Reiz, stimmt aber auch irgendwie wehmütig.


Der schweißtreibendste Anstieg war der vom Passo della Guardia (1460m) auf den Passo Garlenda (2015m). Der erste Blick über die Kuppe während des Aufstiegs ruft allerdings bereits ein “Wow-Erlebnis” hervor. Die Seealpen liegen vor uns.


Die Hänge schimmern im Rot der Alpenrosen.


Auf dem Ostgipfel des Monte Saccarello (2164m) steht der Redentore (Erlöser). Eine 5,60m hohe Christusstatue. – Auch wenn es auf dem Bild anders aussieht, eine Seilbahn für Personen führt nicht hierher. 



Hier treffen wir auch zum ersten Mal auf andere Wanderer. Eine Gruppe Franzosen ist von der französischen Seite aus auf den Monte Saccarello gestiegen. Wir befinden uns direkt im (ehemaligen) Grenzgebiet und laufen auch hin und wieder auf französischem Gebiet während unserer Tour. 

Aber wir wollen ja zu unserem eigentlichen Ziel, den Westgipfel auf 2200m Höhe. Den erreichen wir nach weiteren etwa 20 Minuten Wanderung und sind stolz darauf, dass wir es geschafft haben. Der Blick ist umwerfend.


Auch der Abstieg entlang des Fernwanderwegs Alta Via Monte Liguri bietet noch mal tolle Blicke in die Hügel und Täler Liguriens. 



Ziemlich fertig aber superglücklich kamen wir dann nach etwa sechs Stunden Wanderung wieder in Valdeggia an. Wir haben gefühlte fünf Liter Wasser in uns reingekippt 😉 und uns auf den Weg zurück nach Lucinasco gemacht. Auf dem Weg haben wir uns noch zwei Dörfer des Valle Argentina angesehen. Aber das ist eine andere Geschichte… 😉

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